A bis Z der Mundhygiene

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Abrasivität

Unter Abrasivität einer Zahncreme versteht man den Abrieb von Oberflächen infolge von Reibung. Der Grad der Abrasivität wird unter anderem durch den RDA-Wert angegeben.
Abrasivität

Alkoholgehalt von Mundspül-Lösungen

Viele Mundspül-Lösungen enthalten Alkohol. Dieser wird als Lösungsmittel für verschiedene Inhaltsstoffe verwendet. SENSODYNE® Mundspül-Lösung ist alkoholfrei und kann somit auch von Kindern und Menschen, die Alkohol meiden sollten, verwendet werden.
Alkoholgehalt von Mundspül-Lösungen

Demineralisation

Unter Demineralisation versteht man den durch Säure bedingten Abbau von Mineralien aus dem Zahnschmelz. Wird dem nicht entgegengewirkt, kommt es zu Karies oder säurebedingter Zahnerosion.
Demineralisation

Dentin-Kanälchen

Als Dentin (Zahnbein) bezeichnet man die knochenähnliche Hartsubstanz des Zahnes, die von feinen Kanälchen durchzogen wird. Das Dentin wird beim gesunden Zahn durch das Zahnfleisch und den Zahnschmelz geschützt. Geht jedoch das Zahnfleisch zurück, so liegt der Zahnhals frei. Die Eingänge zu den Dentin-Kanälchen sind somit nicht mehr geschützt und äußere Reize wie Heiß, Kalt, Süß und Sauer können direkt an den Zahnnerv übermittelt werden und verursachen somit Schmerzen.
Dentin-Kanälchen

Fluorid/Natriumfluorid

Fluorid ist der wichtigste Anti-Karies Wirkstoff und ist fast in jeder Zahncreme enthalten. Es macht den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Säuren und hemmt den Stoffwechsel der gefährlichen Plaque-Bakterien. Klinische Studien belegen, dass eine regelmäßige Verwendung fluoridhaltiger Zahncremes die Entstehung von Karies reduziert. Folgende Fluoridkonzentrationen werden empfohlen:
Personen älter als 6 Jahre: 1.000-1.500ppm
Kinder unter 6 Jahren: 500 ppm
Fluorid/Natriumfluorid

Fluorose

Fluorose kann bei einer langfristigen Überdosierung von Fluorid vor dem Zahndurchbruch entstehen. Da Kinder bis zu 60% der Zahncreme verschlucken, ist es besonders wichtig, dass sie bis zum Alter von etwa 6 Jahren, spezielle Kinderzahncremes verwenden, die einen niedrigeren Fluoridanteil (bis 500 ppm) aufweisen.
Fluorosen sind meist nur ein kosmetisches Problem, das sich in der Regel nur in weißlichen Linien und Flecken auf dem Zahnschmelz äußert. Nur in sehr schweren Fällen von Fluoridüberdosierung kann es zu völligen Zerstörungen der Zähne kommen. Es wird daher dringend empfohlen alle Fluoridierungsmaßnahmen (z. B. Tabletten) nur in Absprache mit dem Zahnarzt vorzunehmen.
Fluorose

Gingivitis

Gingivitis ist die Fachbezeichnung für eine Zahnfleischentzündung. Sie entsteht, wenn sich Stoffwechselprodukte von Bakterien (Plaque) auf dem Zahnfleischsaum ansiedeln. Die sogenannten bakteriellen Toxine (Giftstoffe) führen zu einer Entzündung des Zahnfleisches, welches mit Rötungen und Schwellungen einhergeht. Oftmals führen Berührungen zu Blutungen und Schmerzen.
Um die Entzündung zum Abklingen zu bringen, ist es notwendig die bakteriellen Beläge schonend vom Zahnfleischsaum zu entfernen. Dies geschieht am besten mit einer sanften und weichen Zahnbürste in Kombination mit einer gut reinigenden, antibakteriellen Zahncreme und einer antibakteriellen Zahnspüllösung.
Gingivitis

Kaliumnitrat

Kaliumnitrat legt einen Schutzmantel um den Zahnnerv und beruhigt ihn, was zur Reduktion von Schmerzempfindlichkeit führt.
Kaliumnitrat

Karies

Karies entsteht, wenn Mikroorganismen in der Mundhöhle Kohlenhydrate, meistens Zucker, in Säuren umwandeln. Diese greifen den Zahnschmelz an und führen zu einer Demineralisierung der Zähne. Dadurch entstehen zunächst weiße, kalkartige Flecken auf den Zähnen (Initialkaries). Erfolgt in diesem Stadium eine Ernährungsumstellung, eine Verbesserung der Mundhygiene sowie eine erhöhte zusätzliche Aufnahme von Fluoriden, so kann unter Umständen die Demineralisierung gestoppt werden und wieder Mineralien in den Zahn eingelagert werden. Wird jedoch nichts unternommen, so führt dies zur Entstehung einer Karies.
Karies

Kariesprophylaxe

Klinische Studien belegen, dass eine regelmäßige Verwendung fluoridhaltiger Zahncremes die Entstehung von Karies reduziert.
Zusätzliche Maßnahmen:
  • regelmäßige Mundhygiene
  • tägliche Verwendung von Zahnseide
  • gesunde Ernährung
  • Zugabe von Fluorid mittels Mundspül-Lösungen
  • regelmäßige Besuche beim Zahnarzt
Kariesprophylaxe

Parodontitis

Unter einer Parodontitis versteht man eine entzündliche Zerstörung des Zahnhalteapparates (Parodont). Das Fortschreiten der Krankheit und der damit einhergehende Knochenabbau kann nur mit Hilfe einer professionellen Parodontalbehandlung beim Zahnarzt verlangsamt werden. Hierzu zählen die Belagsentfernung durch den Zahnarzt sowie regelmäßige zahnärztliche Kontrollen.
Parodontitis (häufig auch Parodontose genannt)

Plaque (Zahnbelag)

Plaque ist ein zäher, schmieriger, bakterieller Belag, der sich auf den Zahnoberflächen, entlang dem Zahnfleischrand und auf der Zunge absetzt. Sie entsteht aus Nahrungsresten, Zellen, Sekreten und Mikroorganismen der Mundhöhle. 1 mg dieser Substanz beinhaltet ca. 100 bis 300 Millionen Keime, wie z.B. Bakterien. Diese entwickeln Säuren und Giftstoffe und zählen somit zu den Hauptverantwortlichen bei der Entstehung von Karies und Parodontitis.
Plaque (Zahnbelag)

ppm

ppm ist die englische Abkürzung für parts per million und gibt die Konzentration für die Verdünnung von eins zu einer Million an. Diese Bezeichnung taucht häufig auf Zahncremetuben auf und gibt den Fluoridgehalt der Zahncreme an, wie z. B. 1.500 ppm bei Zahncremes für Erwachsene. Dies entspricht 1.500 Milligramm Fluorid pro Kilo Zahncreme.
ppm

Prophylaxe

Unter Prophylaxe versteht man die Vorbeugung von (Zahn-) Krankheiten. Dies geschieht am besten durch eine gute Mundhygiene bzw. mindestens zweimal tägliches Zähneputzen, die regelmäßige Verwendung von Fluoriden sowie durch den obligatorischen Zahnarztbesuch.
Prophylaxe

Putzkörper

Moderne Zahncremes bestehen zu 15-20% aus Putzkörpern. Dies sind kleine wasserunlösliche Partikel, die helfen, den Zahnbelag zu entfernen. Es erfolgt somit keine chemische, sondern eine mechanische Reinigung. Putzkörper unterscheiden sich in ihrer Größe, Härte und Oberfläche. Diese bestimmen den Grad der Abrasion.
Putzkörper

RDA-Wert

Abkürzung für „Radioactive Dentin-Abrasion“. Der RDA-Wert gibt an wie hoch der Abrieb der Zähne durch die Zahncreme ist. Er ist u.a. abhängig von der Härte und Größe der Putzkörper. Ein RDA-Wert von 30 steht für eine sehr geringe, bis 60 für eine geringe, 80-120 für eine normale und ein Wert von über 120 für eine hohe Abrasivität. Zahncremes mit einer hohen Abrasivität sind für den täglichen Gebrauch nicht geeignet. Für den täglichen Gebrauch sind Zahncremes mit RDA-Werten bis 120 gut geeignet. Bei schmerzempfindlichen Zähnen sollten niedrig abrasive Pasten verwendet werden.
RDA-Wert

Remineralisierung

Remineralisierung bezeichnet die Wiedereinlagerung von Mineralien in die oberen Schichten der Zähne und in die demineralisierten Bereiche des Dentins sowie des Zahnschmelzes. Dies geschieht mit Hilfe des Speichels und Stoffen wie z. B. Fluorid, welches in fast allen Zahncremes enthalten ist.
Remineralisierung

Strontiumchlorid

Strontiumchlorid verschließt die Dentin-Kanälchen und bildet eine langanhaltende Schutzschranke gegen die Weiterleitung schmerzhafter Reize.
Strontiumchlorid

Zahnstein

Als Zahnstein bezeichnet man harte, mineralisierte Ablagerungen an den Zähnen. Er entsteht immer dann, wenn Zahnbeläge nicht regelmäßig entfernt werden und es daher zu einer Einlagerung von Mineralien kommt. Bereits nach ca. 24 Stunden setzt sich die Verkalkung der Beläge ein. Diese sollten regelmäßig vom Zahnarzt entfernt werden.
Zahnstein

Zahnverfärbungen

Die Zähne sind von einer dünnen, unsichtbaren Schicht überzogen. Lagern sich hier Proteine, Kohlenhydrate, Calcium und Pigmente ein, so kommt es zu Zahnverfärbungen. Diese Stoffe stammen u.a. aus Kaffee, Tee, Tabak, Rotwein, Medikamenten. Auch unzureichende Mundhygiene sowie Schäden an den Zähnen können zu Verfärbungen führen.
Zahnverfärbungen

Zinkcitrat

In zahnmedizinischen Studien wurde belegt, dass Zinksalze in Mundpflege-Produkten durch die antibakterielle Wirkung unterschiedliche Funktionen erfüllen:
  • Reduktion der Plaque-Neubildung
  • Reduktion der Zahnstein-Neubildung
  • Vorbeugung von Zahnfleischproblemen und damit nachfolgend von Parodontitis
  • Verminderung von Mundgeruch
Zinkcitrat

Zucker

Die meisten Zuckerarten werden von den Bakterien der Mundhöhle in Säure umgewandelt, welche die Zähne angreifen und die Demineralisation des Zahnschmelzes vorantreiben. Wird dieser Vorgang nicht gestoppt, entsteht Karies. Daher sollte, gerade auch bei Kindern, auf eine zuckerarme Ernährung geachtet werden. Eine gute Alternative bieten Zuckeraustauschstoffe.
Zucker
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